Rezension „Midnight Chronicles 1 – Schattenblick“ von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl

Die Ankündigung dieser Reihe ist gefühlt schon ewig her und alle waren begeistert. Die Rezensionen nach der Erscheinung waren nicht ganz so begeistert, aber trotzdem hat es mich all die Zeit in den Fingern gejuckt, dieses Buch zu lesen und habe es nun endlich getan.

„Midnight Chronicles“ ist eine Reihe, die von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl gemeinsam entwickelt und abwechselnd geschrieben wird. Der erste Band wurde von Bianca Iosivoni geschrieben und der zweite wird dementsprechend von Laura Kneidl kommen.

Worum geht es in dieser Reihe? Es spielt in einer Welt in der Geister, Vampire und Co real sind, aber nur eine geheime Organisation kämpft gegen diese Bedrohung an. In diesem Band geht es um Roxy und Shaw, Roxy hat eine große Mission bekommen und hat nicht mehr viel Zeit diese zu erfüllen. Sie muss 449 Seelen zurück in die Unterwelt bringen, innerhalb von 449 Tagen. Ein Ding der Unmöglichkeit. Shaw hat sein Gedächtnis verloren und ist in diese Welt reingestolpert, weil er nicht weiß, was er sonst machen soll.

Beginnen wir mit der Handlung, sie wirkt jetzt nicht besonders originell. Klar so ein paar kleine Dinge sind neu, aber insgesamt fühlt es sich an wie schon mal gelesen, es hat mich sehr an Cassandra Clare Bücher erinnert und an jede andere Serie mit übernatürlichen Wesen und Menschen, die diese bekämpfen. Diese Serien werden in diesem Buch sogar genannt, also stellt sich mir hier sie Frage, war den Autorinnen diese Parallelität bewusst oder bin ich noch nicht genug in der Welt drin um die Unterschiede zu erkennen?

Nichts an dieser Handlung hat mich groß überrascht oder dafür gesorgt, dass ich unbedingt weiter lesen muss. Insgesamt fühlte sich das ganze wie eine zu lange Einleitung an. Ja, irgendwie ist es auch „nur“ eine Einleitung, die Reihe wird schließlich 6 Bände haben, aber trotzdem will ich interessiert und investiert in der Handlung sein.

Die Charaktere sind nicht besser, sie wirken Klischeebelastet und langweilig. Shaw hat gerade auf den ersten 100 Seiten nur Augen dafür wie toll Roxy aussieht und sein Problem mit dem fehlenden Gedächtnis wird meiner Meinung nach zu lange ignoriert und wenn dann nur am Rande erwähnt. Roxy ist die typische „ich-kann-alles-alleine-und-wehe-du-hilfst-mir“-Protagonistin, wie wir sie schon aus zu vielen anderen Jugendromanen kennen. Bisher ist für mich der sympathische Charakter Kevin, aber ohne viel Spoilern zu wollen, er tritt halt nicht gerade oft auf und kann somit auch nicht mit seiner hervorragenden Persönlichkeit glänzen. Das sollte definitiv in den nächsten Bänden behoben werden.

Warum also dieses Buch lesen? Bei mir war abgesehen von Neugier der zweite Band der Grund, ich habe die Leseprobe gelesen, bevor ich mit Band 1 durch war und die Charaktere scheinen sympathischer zu sein und es wurde K-Pop erwähnt. Und das ist so eines dieser Bücher, die ich lesen musste, weil ich so neugierig auf meine eigene Meinung dazu war. Aber jeder, der sich jetzt immer noch nicht sicher seid, ob ihr es lesen solltet. Im Februar kommt Band 2 raus, vielleicht helfen die Rezensionen, um die Entscheidung zu fällen.

Mein Fazit

Es war okay. Es war interessant es zu lesen, wenn die Reihe besser wird, lohnt es sich bestimmt durch dieses Buch durchzukommen. Wenn nicht, war jedenfalls Kevin interessant.

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