Rezension „Breakaway“ von Anabelle Stehl – Away #1

Dieses Buch gehört zu den Neuerscheinungshighlights des Novembers und das, obwohl von Brittainy C. Cherry gleich zwei neue Bücher veröffentlicht wurden. Anabelle Stehl ist vielen vermutlich schon ein Begriff, da sie als Buchbloggerin zu den großen gehört, unter Stehlblüten bloggt sie seit 2015.

Aber nicht nur wegen der Autorin habe ich dieses Buch ersehnt, auch die Tatsache, dass dieser New Adult Roman in Deutschland spielt, hat mich sehr schnell von diesem Buch überzeugt.

Lia ist am Ende, da hilft nur noch wegrennen und genau das macht Sie dann auch, Tasche packen und ab in den nächsten Bus. Egal wohin, einfach nur weg. Das Schicksal entscheidet sich wohl für Berlin, dort angekommen trifft sie direkt neue Menschen, etwas was ihr sonst nie passiert. Aber das hier wäre kein Liebesroman, wenn Noah nicht auftauchen würde, gemeinsam erkunden die beiden die Stadt und lernen sich dabei näher kennen.

Dieses Buch hat eine Triggerwarnung, die den Inhalt etwas spoilert. Ich habe die Triggerwarnung vorher gelesen, weil ich neugierig war, und bevor das Thema überhaupt zu Sprache kam, gab es genug Hinweise im Buch selbst, dass man auch von selbst auf die Themen kommen könnte. Deshalb tut euch den Gefallen und lest hier die Triggerwarnung, nicht dass ihr das Buch schon gekauft habt und dann erst feststellt, dass ihr über das Thema nichts lesen wollt/könnt.

Deshalb hier noch mal die Triggerwarnung aus dem Buch:

Slutshaming, Beschreibung sexueller Gewalt

Aus dem Klappentext und meiner Beschreibung erhält man nur einen sehr dramatischen Anfang und man weiß, wer ihr Loveinterest wird, also das wichtigste schon geklärt. Kommen wir jetzt mal zu dem, was den Großteil der 461 Seiten ausmacht, es geht nicht nur um Uni! Es ist eine schöne Mischung aus Berlin erkunden, zurück zu seinen Hobbys/ seiner Leidenschaft zu finden, sich gegenseitig kennenzulernen und ein paar neue Hobbys zu entdecken. Kurz gesagt Lia lernt das Leben wieder kennen und kommt aus ihrem Loch der Verzweiflung raus. Warum sie so verzweifelt ist, das erfahren wir auch erst am Ende des Buches, aber es gibt haufenweise hinweise.

Kommen wir zu den Charakteren, das Wichtigste in diesem Buch. Lia und Noah sind einfach perfekt für einander, sie respektieren einander und ihre Grenzen, aber sind dennoch nicht perfekt und machen auch nicht alles richtig, aber sie reden miteinander! Der große Konflikt besteht nicht darin, dass der eine etwas nicht erzählt und es geheim hält. Bei Lia und Noah fühlt es sich an wie die beiden gegen den Rest der Welt. Okay, Lia ist nicht unbedingt ehrlich, aber das ist nicht der große Konfliktpunkt, fast schon nebensächlich.

Wir haben ja auch noch Nebencharaktere, ich habe gerade einen Blick auf die folgenden Bücher geworfen und festgestellt, dass es in den nächsten Bänden um die Geschwister von Noah gehen wird. Etwas dass mich interessiert, gerade Band 2 wird richtig spannend, aber da Kayla erst zum Ende hin eine größere Rolle einnimmt, gehe ich hier nicht genauer auf sie ein. Auch Elias hat bisher keine größere Rolle gespielt und da er in Band 3 mehr vorkommt, schieben wir das auf die Rezension von „Runaway“

Richtig interessant finde ich dagegen Phuong, sie arbeitet in einem Café und ist die erste Person die Lia in Berlin kennenlernt. Sie ist eine Freundin von Noah und Schuld daran, dass sich Lia und Noah kennenlernen. Ohne sie gäbe es dieses Buch nicht. Sie wird zu einer guten Freundin für Lia und bringt so viele gute Qualitäten mit, sie ist hilfsbereit, ein bisschen aufgedreht, kann einfach so mit Fremden reden und ist aufgeschlossen. Ich habe sie einfach direkt ins Herz geschlossen und wenn ich groß bin, will ich so sein wie sie. Ein weiterer Liebling ist Daniel, Noahs bester Freund, auch er bringt ähnliche Qualitäten mit wie Phuong, er geht offen auf Lia zu, ist für Noah ein guter Freund, aber statt in einem Café zu arbeiten ist er Musiker. Beide würden super Protagonisten abgeben, aber daraus wird wohl leider nichts.

Kommen wir nun zum ungewöhnlichsten Part an diesem Buch, es spielt in Deutschland, genauer gesagt in Berlin. In den Semesterferien, also nicht an einer Uni. Und es funktioniert! Es fühlt sich realistisch an, man muss hier keine kulturellen Unterschiede, in die ich mich reindenken muss. Es wirkt sehr wie Urlaub, gerade weil Lia ja Touristin ist, aber ich kann mich nur wiederholen, es funktioniert!

Dieses ist das erste Buch von Anabelle Stehl und ich kann kaum glauben wie gut es geschrieben ist! Ich habe das Buch an zwei Abenden gelesen und jedes Mal, wenn ich nicht gelesen habe, habe ich darauf gewartet weiter lesen zu können. Wenn ihr ersten Buch schon so gut ist, wie wird es dann wohl in 10 Büchern sein?

Nachdem ich fast selbst einen Roman über dieses Buch geschrieben habe, bin ich fast durch. Ich muss nur noch was zur Aufmachung des Buches loswerden. Das Cover fühlt sich schon richtig gut an, es ist ein raueres Papier und die Art und Weise, wie die Karte dort integriert ist, einfach nur perfekt!

Mein Fazit

Jetzt bin ich wirklich fertig. Lest dieses Buch, die Charaktere sind der Hammer, die Handlung ist nicht so wie in all den anderen New Adult -Bücher, jedenfalls zum Großteil, es gibt natürlich parallelen. Ich bin einfach nur geplättet wie gut dieses Buch ist.

ISBN 978-3-7363-1451-1 / LYX Verlag / Away- Reihe #1 / Erscheinungtermin: 27.11.2020 / Band 2: Fadeaway (26.03.2021) / Band 3: Runaway (30.07.2021)

Ein Gedanke zu „Rezension „Breakaway“ von Anabelle Stehl – Away #1

  1. Hi Rika,

    das klingt sehr überzeugend. Ich bin gespannt, habe aktuell um die 50 Seiten und bin noch skeptisch.
    Ich gebe dir aber schon mal recht. Es liest sich gut weg. Ich mag Phuong auch schon ziemlich und bin gespannt wohin die Reise noch geht.

    Liebe Grüße
    Tina

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