Rezension „Finding Back to Us“ von Bianca Iosivoni

Das dieses Buch (neu)erschienen ist, liegt gefühlt eine Ewigkeit zurück. Ende Februar, also bevor Corona richtig zuschlagen konnte und diese Pandemie dauert gefühlt schon ewig. Genauso ewig liegt dieses Buch auch schon auf meinem SuB, aber ich habe es endlich geschafft, die letzte Woche habe ich ganz viel Zeit mit dem Buch und dem Hörbuch verbracht.

Wie einige von euch wissen bin ich ein großer Bibliotheks-Fan, schließlich arbeite ich auch in einer. Mein liebstes Online-Angebot einer Bibliothek ist das der Bücherhallen in Hamburg, ich bin einfach verliebt in Libby und all die Medien die ich dort finde. Und zufällig bin ich dort über das Hörbuch zu „Finding Back to Us“ und „Feeling Close to You“ gestolpert und habe es direkt ausgeliehen.

New Adult Hörbüchern stand ich bisher immer kritisch gegenüber, den gewisse Szenen möchte man nicht laut vorgelesen bekommen und hören dauert auch immer viel länger als lesen, zumindest bei mir und diesem Genre. Aber ich habe trotzdem mal gewagt und bin nicht enttäuscht worden.

Aber beginnen wir zuerst mit der Handlung bevor wir uns in die Aufmachung stürzen, denn ohne gute Handlung bringt uns auch das beste Hörbuch/ schönste Buch nichts.

In „Finding Back to Us” begleiten wir Callie, die in den Semesterferien nach Hause fährt, um einen letzten gemeinsamen Sommer mit ihrer jüngeren Schwester zu verbringen, bevor auch diese in die große weite Welt zieht. Callie studiert schon seit ein paar Jahren Medizin, auch wenn das nicht ganz so gut verläuft wie erhofft. Doch nicht nur sie kehrt zurück dramatisches aufkeuchen der Masse einfügen auch ihr Stiefbruder, der vor Jahren Callies Vater umgebracht hat. Okay zu dramatisch, er hat einen Autounfall verursacht, der ihrem Vater das Leben genommen hat. Doch Callie hatte schon immer Gefühle für Keith, das ist ihr Stiefbruder, und auch all die Jahre hat deren Anziehung nicht gemildert…

Ihr merkt schon, worauf dieses Buch hinausläuft, allein dieser Satz auf dem Buchrücken verrät alles: „Sie darf ihn nicht lieben – denn er ist ihr Stiefbruder“. Wenn wir eines aus „Die Chroniken der Unterwelt“ gelernt haben sollten, dann das Liebesgeschichten zwischen Geschwistern immer merkwürdig sind. Auch Stiefgeschwister, meiner Meinung nach. Mein moralischer Kompass schlägt da einfach aus. Aber scheinbar habe ich mich trotzdem überzeugen dieses Buch zu kaufen und zu lesen. Beim Kaufen ist wohl eher das Cover Schuld und die Tatsache, dass man mich bei Büchern sehr schnell überzeugen kann, dass ich ein Buch brauche.

Aber wenn wir die merkwürdigen Geschwisterproblem ignorieren, dann haben wir einen ziemlich guten New Adult Liebesroman, wir haben das Verlangen, die tragische Hintergrundgeschichte, Gründe warum die beiden nicht zusammen sein sollten, nur dass es dieses Mal richtige und moralische Gründe sind, und eine große Portion „Ich-weiß-nicht-was-ich-mit-meinem-leben-machen-soll“. Und tolle Nebencharaktere!

Und durch die Art und Weise wie dieses Buch erzählt und geschrieben ist, kann man schnell mal ein oder zwei Stunden am Stück an diesem Hörbuch sitzen und mitfiebern. Die Erzählerin macht es einfach in dieser Geschichte zu versinken und an der Art und Weise wie es geschrieben ist, merkt man einfach, dass Bianca Iosivoni eine großartige Autorin ist.

Mein Fazit

Ein tolles Buch und ein tolles Hörbuch, ich freue mich es gelesen zu haben, aber ich kann nicht über diese Stiefgeschwistersache hinwegsehen, deshalb bleibt es wohl ein Buch, dass ich nie wieder lesen werde. Ich freue mich trotzdem es in meiner Sammlung zu haben und bin gespannt auf Band 2!

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