Rezension zu “Show me the Stars” von Kira Mohn

Auszeit! Diese Überschrift schreit Liv geradezu an, als sie deprimiert Stellenanzeigen durchforstet. Nach dem Journalistik-Studium wollte sie eigentlich durchstarten, aber ein verpatztes Interview hat sie gerade den ersten Job gekostet. Da hört sich die Anzeige, in der für sechs Monate ein Housesitter für einen Leuchtturm auf einer kleinen Insel vor der irischen Küste gesucht wird, wie ein Traum an. Eine Auszeit ist genau das, was sie jetzt braucht. Sie bewirbt sich, und nur wenige Wochen später steht Liv vor ihrem neuen Zuhause. Und zwar zusammen mit einem gutaussehenden Iren, der ihr Herz erst zum Klopfen, dann zum Überlaufen und schließlich zum Zerbrechen bringt …

Text und Cover vom Kyss Verlag

Dieses Buch ist mir ehrlich gesagt erstmal nur durch sein Cover aufgefallen und weil Kyss auf Instagram eine ziemlich große Aktion gestartet hat. Das ist jetzt schon etwas her, aber ich hatte die Rezension noch als Entwurf gespeichert und ich dachte mir, jetzt wird es mal Zeit die zu posten.

Ich muss gestehen das ich durch die “Again”-Reihe schon genau vor Augen hatte wie genau das Buch aufgebaut sein müsste, schließlich ist es ja ein New Adult Roman und die sind ja schließlich alle gleich. Stimmt fast. Er ist natürlich der gut aussehende Kerl, der eigentlich nur One Night Stands macht, aufgrund seiner tragischen Geschichte, die er aber nicht erzählt. Sie war noch nie das Mädchen, dass alle daten wollten, obwohl sie ja so toll aus sieht, sie ist eher zurückgezogen, hat wenige, dafür gute Freunde. Sie weiß nicht wie gut sie eigentlich aussieht, er natürlich schon. Beide wollen keine feste Beziehung, weil sie vorher enttäuscht wurden oder noch nie eine wirklich ernsthafte Beziehung hatten. Sie hat dann noch Panikattacken mit irgendeiner Angststörung, basierend auf einem Trauma in ihrer Kindheit.

Einige Details zu den Figuren wirkten nicht wirklich ausgereift, sondern eher einfach hineingeworfen. Beide Figuren haben eine Vergangenheit, die sich teilweise auf ihr Verhalten auswirkt. Leider war mir das nicht genug. Es wirkte nicht echt für mich. Mir hat es gefehlt, dass diese Dinge eine größere Rolle in ihrem Alltag spielt. Und ich habe das ganze Buch auf die große Aussprache gewartet, jedoch vergeblich. Es gab immer mal wieder so Kleinigkeiten die verraten wurden, doch ich wollte Details. Ich wolle ausführliche Berichte und ich wollte wissen wie sie danach weiter gelebt haben.

Die Handlung an sich war mal was neues oder mit anderen Worte nicht an einer Uni, ich mochte den Handlungsort sehr gerne. Ich liebe es, dass die Protagonistin schon mit ihrem Studium fertig ist und eigentlich schon fest in ihrer Karriere drin ist und dennoch eine Auszeit nimmt, einfach weil nicht alles so klappt wie geplant. Einfach dieses Detail, dass selbst nach dem Studium oder deine Ausbildung, du immer noch nicht wissen musst wie es weiter geht, ist so beruhigend.

Der Schreibstil in diesem Buch ist wirklich gut, ich konnte nur so durch die Seiten fliegen ohne zu merken, dass die Zeit vergeht. Ich konnte auch wunderbar eintauchen in die Geschichte und hatte das Gefühl mit in diesem Leuchtturm zu leben und Irland zu erleben.

Mein Fazit

Aber wenn ich ehrlich bin, ich lese diese Bücher nicht um hochentwickelte Charaktere vorzufinden. Ich lese sie um meinem eigenen nicht vorhanden Liebesleben zu entfliehen, um an die wahre Liebe zu glauben, die nur auf mich wartet. Und weil ich Spaß daran habe. Und das hatte ich. Ich konnte dieses Buch so an (fast) einem Tag durchlesen. Es war kurzweilig und hat mich unterhalten, aber es ist eben nicht Mona Kasten.

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