Rezension „Tyler Johnson was here“ von Jay Coles

Wer noch ein Buch zur Black Lives Matter Bewegung sucht, sollte sich dieses hier mal anschauen. Den es ist nicht nur wunderschön gestaltet, es liest sich trotz des schweren Themas auch ganz leicht.

Tyler Johnson was here

Die Black Lives Matter Bewegung ist in meiner Buchbubble schon wieder abgeflacht, wie zu erwarten. Ich selbst bin da nicht besser, so sehr ich versuche mich mit dem Thema ständig auseinander zu setzen, es ist zu einfach in alte Gewohnheiten zurückzufallen. Aber zum Glück hatte ich mir ein paar Bücher zu dem Thema gekauft, die mich immer wieder motivieren und daran erinnern, das nicht zu vergessen und konstant an mir zu arbeiten.

Die Black Lives Matter Bewegung hat auch in der Buchbubble gezeigt, dass wir was tun können. Wir können uns weiter bilden und mehr Bücher von nicht weißen Autoren kaufen. Denn ganz schlicht gesagt, die Verlage veröffentlichen was gekauft wird. Und wenn wir diverser kaufen und lesen, dann werden Bücher auch diverser, aber da müssen wir uns unserer Verantwortung bewusst werden und nicht alles auf den Verlag schieben. Das ist nicht einfach, aber wir schaffen das. Und genau dafür sind wir Buchblogger, Bookstagramer und Booktuber, und was für Plattformen es sonst noch so gibt, da. Deshalb hier ein Buch das rundum die Black Lives Matter Thematik spielt.

Tyler Johnson was here

In diesem Buch geht es um Marvin Johnson. Er ist ein ziemlicher Nerd, sein Zwillingsbruder Tyler nicht, die beiden sind so gegensätzlich wie Tag und Nacht. Und doch sind die beiden Bruder sich so nah, wie es selten Geschwister sind. Nach einer Party kommt Tyler nicht wieder nach Hause. Und so beginnt die Marvins Suche nach seinem Bruder und Gerechtigkeit für seinen Bruder.

Dieses Buch ist kurz, mit knapp 300 Seiten und einer ziemlich großen Schrift ist das Buch beendet bevor man es sich wirklich gemütlich gemacht hat. Aber das schadet dem Buch nicht, den es ist immer noch so viel Inhalt auf den wenigen Seiten. Und eigentlich sind 300 Seiten auch nicht wenig, es fühlt sich hier nur wenig an, weil man es schnell lesen kann, selbst als nicht Muttersprachler.

Tyler Johnson was here

Die Handlung an sich war okay, etwas vorhersehbar, aber trotzdem an den richtigen Stellen emotional. Nur mit der Länge hat das Buch ziemlich gekämpft, denn einige Stellen waren meiner Meinung zu lang gezogen und andere zu knapp abgearbeitet. So fand ich den Anfang zu lang, durch den Klappentext wissen wir alle was passiert, aber es dauert 70 Seiten bis das passiert, bei nur 290 Seiten eine Ewigkeit. Und das Ende war mir zu abrupt. Es ist zu viel zu schnell passiert, einige Entscheidungen hätten meiner Meinung nach mehr Erklärung gebraucht um auch dem Leser komplett schlüssig zu erscheinen.

Zu den Charakteren kann ich nun nicht so großartig viel sagen, sie waren okay. Nicht besonders gut oder schlecht, es gab Diversität ohne das man das Gefühl hatte, das ist nun die Quoten LGBTQ+ Person. Eine Sache, die ich zuerst nicht glauben konnte, war das fast jede BIPOC Person in diesem Buch schon mit Polizeigewalt zu tun hatte. Ein erschreckender Fakt.

Tyler Johnson was here

Mein Fazit zu „Tyler Johnson was here“

Ein durch und durch gutes Buch, durch die Black Lives Matter Thematik hochaktuell und mit einem wunderschönen Cover ein richtiger Hingucker. Es ist das perfekte Buch, wenn man sich mit BLM auseinandersetzen will, aber nicht unbedingt ein Sachbuch lesen will. Denn Fakten sind eine Sache, beschrieben zu sehen, wie es das Leben von Menschen ändert eine andere.

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