Rezension „Ich bin Giedeon“ von Tamsyn Muir

Ich bin Gideon von Tamsyn Muir

Gideon Nav reicht es. Sie hat genug von dem düsteren Planeten voller verknöcherter Nonnen, starrer Regeln und schwarzer Klamotten, auf dem sie aufgewachsen ist. Genug von einem Leben als Dienerin des Neunten Hauses. Vor allem aber hat sie genug von Harrowhark Nonagesimus, der Erbin eben jenes Hauses, die Gideon mit ihrer herrischen Art das Leben schwer macht. Also packt Gideon ihr Schwert und ihre Pornohefte ein, um endlich von diesem gottverlassenen Planeten zu verschwinden. Doch sie wird erwischt. Die Strafe für ihren Fluchtversuch ist unangenehm: Sie soll Harrowhark als Schwertmeisterin an den kaiserlichen Hof begleiten, wo diese, gemeinsam mit den Erben der anderen royalen Häuser, an einem Wettkampf auf Leben und Tod teilnimmt. Wenn sie den Untergang des Neunten Hauses und ihres Planeten verhindern wollen, müssen die beiden wohl oder übel zusammenarbeiten. Und das, obwohl sie einander auf den Tod nicht ausstehen können – oder?

Bild und Text vom Verlag

Dieses Buch wurde mir über das Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Ich bin Gideon

Dieses Buch war nicht einfach. Ich war richtig gespannt darauf, da ich über das Englische Ausgabe schon viel gehört habe. Nicht nur positives, aber auch nicht zu viel negatives um mich abzuschrecken. Also habe ich es angefragt als ich es auf deutsch gesehen habe. Und ich bereue es. Ich sitze nun schon viel zu lange an diesem buch. Ich habe vor ein paar Wochen den Verlag angeschrieben und schon gesagt, dass ich das Buch nicht beenden werde und sollte daher nur noch eine Abbruchrezension schreiben. Aber da mir meine Gründe fürs DNFen nicht gereicht haben, habe ich mich dieses Wochenende hingesetzt und weiter gelese, bis ich einen „vernünftigen“ Grund habe dieses Buch abzubrechen. Aber wie es bei Bücheer nun mal ist, sobald man keine Erwartungen hat und nur auf diese eine Szene wartet um das Buch abzubrechen, wird es immer besser, also habe ich es weiter gelesen. Bis ich es wieder abbrechen wollte, aber die letzten 50 Seiten habe ich dann auch noch durchgezogen, also hier sind meine Gründe, warum ich das Buch nicht weiterempfehlen kann:

Handlung?

Man kennt das Klischee von New Adult Büchern, dass es eigentlich keine Handlung gibt. Nun hier war es anders rum. Hier ist so viel und so kompliziert, dass ich es nicht verstanden habe was da gerade passiert ist. Aber ich konnte auch nicht einfach ein Kapitel zurück gehen, denn das habe ich auch nicht komplett verstanden. Und ich lese das Buch nicht doppelt, wenn ich keinen Spaß daran habe.

Welt?

Diese Welt besteht aus einer Mischung von Science-Fiction und Fantasy. Es gibt Technologie und Nekromantie. Nichts davon war so erklärt, dass ich das Gefühl hatte diese Welt ansatzweise zu verstehen. Das kann daran liegen, dass ich über Wochen hinweg immer nur kleine Abschnitte gelesen habe oder weil mir das irgendwann egal war, aber nach 600 Seiten hätte ich schon gerne ein grobes Verständnis dieser Welt.

Charaktere!

Es gibt viel zu viele Personen in diesem Buch und die haben komplizierte Namen und gefühlt unzählige Spitznamen. Wie soll ich da den Überblick behalten? Es gibt eine Liste am Anfang des Buches, aber da ist (logischerweise) nicht aufgelistet, was welche Person in den letzten Kapiteln getan hat. Ich einfach den Überblick verloren.

Trotzdem kann ich durchaus sagen, dass es interessante Charakter gibt und ich diese bestimmt besser schätzen könnte, wenn ich die Handlung mehr verstehen würde bzw. nicht ständig vergessen würde, wer wer ist.

Und sonst so?

Was bleibt nun noch von dem Buch übrig? Nun ja der Schreibstil, die Länge der Kapitel und die Aufmachung des Buches. Zum Schreibstil kann ich nicht so viel sagen, weil ich mittlerweile feststellen musste, dass ich davon kaum Ahnung habe. Man kann das Buch lesen, ich bin nicht über Sätze gestolpert und hatte auch sonst keine Probleme. Die Kapitellänge fand ich sehr angenehm, mit zwischen 10 und 20 Seiten, perfekt für mich. Das Buch an sich, kann ich nur loben. Es gibt keine besonders sichtbaren Leserillen, das Cover und der Rücken sehen super aus, auch im Buch gefällt mir die Gestaltung sehr.

Ich bin Gideon

Wenn ich jemals das Bedürfnis habe das Buch nocheinmal zu lesen, dann werde ich vermutlich auch den Inhalt verstehen.

Mein Fazit

Inhaltlich ht mir einiges gefehlt, Erklärungen zum Beispiel. Ich weiß nicht ob ich das Buch beendet hätte, wen ich keine Rezension dazu schreiben müsste. Vermutlich nicht.

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