Rezension | “Everything I didn’t say” von Kim Nina Ocker

Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt.

Ich habe dieses Buch schon vor einer Weile gelesen und weiß einfach nicht wie ich es bewerten soll. Es ist einerseits die typische New Adult Geschichte, aber irgendwie hat es auch seine Twists

Man könnte sagen dieses Buch ist „Cinder und Ella“ nur erwachsener, aber trotzdem mit typischen New Adult Problemen. Und das ist auch das was mich an diesem Buch am meisten stört, dieses typische NA Problem von nicht miteinander reden. Besonders wenn dieses Problem mehrmals im gleichen Buch auftaucht.

Dieses Buch bietet meiner Meinung nach nicht viel neues. Die junge Frau vertraut ihm nicht, er versucht sich zu beweisen oder zumindest sie zu überzeugen. Dann hört sie nur ein oder zwei Sätze eines Gespräches und alles Vertrauen bricht zusammen. Und das alles nur, weil sie nicht miteinander reden und Gerüchten und Halsätzen mehr trauen als alles andere. Warum können wir nicht mal ein Paar haben, dass irgendeine Krise gemeinsam durchsteht, warum kann ich nicht einmal ein Vorbild einer Beziehung haben, bei denen sich die beiden einfach bedingungslos Vertrauen und gemeinsam gegen die Welt ziehen? Warum müssen wir immer über das gleiche Problem lesen?

Es ist gut geschrieben und es macht auch so viel Spaß es zu lesen. Ich mag die Charaktere und auch diese „Fan Fiction“-Handlung, um es böse zu sagen, von dem einfachen Mädchen, dass sich in einen Film Star verliebt und plötzlich berühmt wird ist irgendwie auch nett. Und ich will in keiner Weise Fan Fiction abwerten, ich habe den größten Respekt davor, wenn jemand sich nicht nur in der Lage fühlt über Personen zu schreiben, die man sich nicht (komplett) selbst zurechtgebastelt hat, sondern dies auch noch online teilt.

Mein Fazit

Unterhaltend, aber nicht viel mehr. Dieses Buch bietet nur dann dem Leser viel, wenn dieser bisher kaum New Adult gelesen hat. Alle anderen werden an ein Buch erinnert werden, dass sie am Anfang ihrer New Adult Zeit gelesen habe. Ich kann kein genaues nennen, denn irgendwie sind doch alle gleich.

Mein Bewertung

2 Replies to “Rezension | “Everything I didn’t say” von Kim Nina Ocker”

  1. Hallo!

    Ich kann deine Kritik gut nachvollziehen, es stimmt irgendwo, dass in dem Buch wenig Neues auftaucht, aber das ist irgendwo auch die Prämisse von New Adult. Man weiß irgendwie worauf man sich einlässt und Happy Ends sind fast immer garantiert, Wohlfühlbücher eben.

    Das Problem der fehlenden Kommunikation ist schwierig, weil es so klischeebehaftet ist, aber als jemand die Kommunikationswissenschaften studiert, finde ich sowas immer spannender, weil eben wirklich viel Vertrauen da sein muss um eine reibungslose Kommunikation zu haben und allgemein spielen da super viele Fakten rein.

    Ich mochte den Schwerpunkt des Buches sehr, davon habe ich eher selten gelesen (tatsächlich eher in Fanfiktions als in irgendwo sonst) und ich habe das sehr begrüßt. Es ist zwar auch ein Klischee, aber ich fand es gut, wie die Autorin damit umgegangen ist.

    Alles Liebe
    Friederike.

    1. Hallo Friederike,
      erstmal vielen Dank für dein Kommentar, ich finde es spannend deine Perspektive zu lesen.
      Ich mag Wohlfühlbücher so gerne, aber es kommt mir einfach so vor, als wenn dieses Genre nur bei den Wohlfühlbüchern bleibt. Das finde ich sehr schade, denn es passiert doch so viel mehr im Leben junger Leute, als dass sie sich verlieben und nicht wissen wie sie miteinander Kommunizieren sollen (oder auch müssen).
      An de Aspekt mit Vertrauen hatte ich bisher noch nicht so viel gedacht, aber du hast Recht, meistens geht es ums Vertrauen zwischen den Hauptcharakteren.
      Liebe Grüße
      Rika

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