Rezension “Never too close”von Morgane Moncomble

Wenn aus besten Freunden plötzlich mehr wird …
Seit sie gemeinsam in einem Aufzug eingeschlossen waren, sind Loan und Violette beste Freunde. Das zwischen ihnen ist vollkommen platonisch – zumindest bis jetzt. Denn als Violette beschließt, dass sie nicht länger Jungfrau sein will, ist es Loan, den sie bittet, ihr auszuhelfen. Schließlich vertraut sie niemandem so sehr wie ihrem besten Freund. Loan ist von der Idee zunächst alles andere als begeistert, doch schließlich willigt er ein. Es ist ja nur dieses eine Mal … oder?

Text und Cover vom LYX Verlag

Dieses Buch wurde mir als E-Book über NetGalley zur Verfügung gestellt.

Ich hatte Probleme mit den ersten 200 Seiten des E-Books und das ist bei 353 Seiten nicht gut. Das heißt nämlich, dass ich mich durch fast 2 Drittel des Buches gequält habe. Ich hatte einfach die ganze Zeit das Gefühl, dass ich dieses Buch schon gelesen hatte. Es kam mir nämlich so vor, als wenn es das gleiche wie “Up all Night” von April Dawson ist. Nur in Paris statt in New York. Und das war überhaupt nicht fesselnd. Loan und Violette sind so das typische Beispiel von Best Friends to Lovers, an sich nicht unbedingt was schlechtes, doch einfach nicht originell gestaltet.

Aber erstaunlicher weise nach fast 2 Wochen Pause und keinen Erwartungen an die letzten 150 Seiten, ging es doch ganz gut. Okay, ich war gefesselt von der Story und musste sie mitten in der Nacht beenden. Ich weiß so gar ziemlich genau woran es lag. Aber da ich euch nicht spoilern will, müsst ihr den Block mit “Spoiler!!!!!” öffnen um zu erfahren, was mir die Freude am Buch zurück gebracht hat.

Spoiler!!!!!!

Ich war erst von dem Buch gefesselt als Ethan starb. Irgendwie hat das den Schalter umgelegt und die Handlung wurde echt. Sie hat sich von anderen Büchern unterschieden und hat endlich was geboten. Ich war geschockt, endlich mal was anderes als genervt. Könnt ihr euch vorstellen, was für eine Erleichterung das war? Endlich mal nicht genervt von diesem Buch und der 08/15 Handlung.

Der Schreibstil ist ganz gut, nicht herausragend, aber einfach zu lesen. Er hilft nur leider nicht dabei über die Handlung hinwegtäuschen, doch das heißt ja schon mal das für diese Autorin noch Hoffnung besteht und die nächsten Bücher besser werden.

Mein Fazit

Gefühlt ist die Hälfte aus “Up all Night” von April Dawson kopiert, natürlich ist der Gefallen komplett unterschiedlich. Aber letztlich sind es zwei beste Freunde und Mitbewohner, die heimlich füreinander Gefühle haben und das nun wirklich nicht neues. Wenn es wenigstens originell umgesetzt wäre, könnte ich bei dem Hype ja mitmachen. Empfehlen kann ich es nur an alle, die “Up all Night” noch nicht gelesen haben und es in naher Zukunft nicht vor haben.

Meine Bewertung

3 von 5 Büchern