Rezension zu “Wer sich umdreht oder lacht …” von Mel Wallis de Vries

Fünf Mädchen, die sich nicht kennen, deren Schicksale aber untrennbar miteinander verbunden sind. 
Ein Täter, der seine Opfer demütigt und die Polizei vor ein unlösbares Rätsel stellt.
Und jeder kann auf Snapchat zuschauen.

An einem warmen Sommerabend wird die Leiche eines Mädchens gefunden. Die einzige Spur führt zu Snapchat, denn dort hat der Täter die letzten Minuten des Opfers mit der Welt geteilt. Doch es scheint nicht die letzte Tote gewesen zu sein. Schon bald folgen weitere Videos, und es wird klar: Das war erst der Anfang. Auch Mandy fühlt sich nicht mehr sicher, denn wer weiß schon, wen es als Nächstes trifft?

Text und Cover vom One Verlag

Auch wenn die Cover von Mel Wallis de Vries Bücher es andeuten, stehen ihre Bücher inhaltlich nicht im Zusammenhang, so weit ich weiß. Man kann sie also alle in beliebiger Reihenfolge lesen.

Dieser Jugendthriller kann mit Spannung nur so Überzeugen! Bis zum Schluss wusste ich nicht wer der Täter war, ich hatte Vermutungen, doch die haben sich alle als falsch rausgestellt. Ich weiß mittlerweile, dass die Bücher dieser Autorin gut sind, aber so gut habe ich sie nicht in Erinnerung! Es gibt unerwartete Plotttwists, eine komplett falsche Fährte, mehrere Perspektiven um die anderen Opfer kennen zu lernen. Es ist einfach so gut aufgebaut, dass man gefesselt ist von diesem Buch.

Gestört an dem Buch hat mich eigentlich nur die Protagonistin Mandy. Sie ist halt ein typischer Teenager, eigentlich ganz nett, aber sie erwartet halt, dass die Welt sich um sie dreht und so funktioniert die Welt nun mal nicht. Sie beschwert sich über ihre Freundinnen, dass die ihr keine Aufmerksamkeit schenken, sie selbst interessiert sich aber auch nicht mehr für sie. Aber am meisten hat mich gestört, dass sie sich jeden Morgen wieder beschwert, dass sie keiner geweckt hat und deswegen zu spät zur Schule kommt. Kauf dir einen Wecker, Mandy, oder benutz dein Handy, du bist alt genug um dich selbst darum zu kümmern!

Dieses Buch, ohne auf Mandy zu achten, überzeugt mich nicht nur mit der spannenden Handlung, auch der Schreibstil ist fantastisch. Ich bin durch das Buch nur so durch geflogen. Es hat 238 Seiten und ist damit für einen Thriller sehr dünn, doch dennoch hat Mel Wallis de Vries es geschafft innerhalb dieser paar Seiten so viel Inhalt unterzubringen, dass man sich auf keiner Seite langweilt. Man wird aber auch nicht erschlagen vom Inhalt. Es ist gerade genug um das Buch spannend zu machen und es dem Leser nicht zu ermöglichen das Buch aus der Hand zu legen.

Mein Fazit

Ein spannender und abwechslungsreicher Thriller, am spannendsten ist es vielleicht, dass wir das ganze aus der Sicht der Opfer verfolgen. Und aufgrund der spannenden Handlung kann man auch leicht über die Nervigen Eigenschaften von Mandy hinweg sehen. Dieses Buch überzeugt durch kürze und mit einer abwechslungsreichen Handlung, wer hätte gedacht, dass beides in einem Buch möglich ist. Eine klare Leseempfehlung für Jugendbuch Fans, auch wenn ihr bisher noch keine Thriller gelesen habt.

Meine Bewertung

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