Rezension zu “On the Come Up” von Angie Thomas

Jeder hat ein Recht auf Redefreiheit – aber nicht jeder wird gehört…
Die 16-jährige Bri wünscht sich nichts sehnlicher, als eine berühmte Rapperin zu werden. Als Tochter einer Rap-Legende ist das nicht leicht: Ihr Vater starb, kurz bevor er den großen Durchbruch schaffte, und Bri tritt in riesengroße Fußstapfen. Dann verliert ihre Mutter ihren Job. Plötzlich gehören Essensausgaben, Zahlungsaufforderungen und Kündigungen ebenso zu Bris Alltag wie Reime und Beats. Als sich die unbezahlten Rechnungen stapeln und ihre Familie kurz davor ist, ihre Bleibe zu verlieren, wird klar: Eine berühmte Rapperin zu werden, ist für Bri nicht länger nur ein Wunsch, sondern ein Muss …

Text vom cbj Verlag

Dieses Buch wurde mir über das Bloggerportal von Randomhouse als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Wieder einmal kommen wir nach Garden Heights, in die Nähe der Orte wo The Hate U Give schon gespielt hat. Ein Jahr später begleiten wir jetzt Bri. Doch die beiden habe nichts miteinander zu tun, sie spielen nur in der selben Gegend. Bri hat einen Traum, sie will Rapperin werden, doch findet sie in ihren Freunden und ihrer Familie nicht die Unterstützung, die sie sich erhofft hat. Gleichzeitig wird an ihrer Schule immer mehr gegen People of Color (PoC) aufgehetzt, also lässt Bri ihre Wut in einem Song raus, den die dann auch veröffentlicht, doch mit den Folgen hat sie nicht gerechnet.

Ich freue mich so sehr, dass Angie Thomas nicht aufgehört hat zu schreiben und uns weiterhin mit Büchern über all das informiert was da drüben und auch hier falsch läuft. Ich empfinde es als so bereichernd darüber zu lesen.

In dem Buch geht es wieder um Polizeigewalt gegen PoC, speziell jedoch an Schulen. Aber nicht nur darauf fokussiert das Buch, es geht auch um andere gesellschaftliche Probleme dort, wie z. B. Gangs, Drogen und Armut. Und es geht um Rap/HipHop und um Vorurteil gegen über dem Ganzen. Um es genau zu nehmen geht es um Vorurteile gegen PoC generell, aber das habt ihr sicherlich schon geahnt.

In diesem Buch findet ihr auch den Song, den Bri veröffentlicht. Generell wenn sie rappt sind die Passagen, dann auch abgedruckt, leider nur auf Englisch. Ich kann verstehen, dass eine Deutsche Übersetzung das ganze nicht hätte wiedergeben können, aber man hätte hinterher zusätzlich die Übersetzung dran hängen können, für all die die nicht so gut Englisch können und ja das gibt es, es gibt genug Menschen, die diese Bücher lesen wollen und deren Englisch nicht so gut ist, dass sie diese Texte fließend verstehen würden. Die wichtigsten Stellen werden zum Glück oft genug mit Erklärung wiederholt, so dass die Handlung da nicht all zu sehr drunter leiden würde.

Etwas was man bei diesem Buch auch erwähnen muss, ist der grandiose Schreibstil. Angie Thomas hat in diesem Buch gezeigt wie viel sie im Vergleich zum ersten Buch gelernt hat und das war ja schon wunderbar geschrieben. Auch die Rappassagen sind sehr gelungen, gerade wenn Bri vor Publikum auftritt hatte ich das Gefühl in der Menge zu stehen und dass ist echt viel wert.

Fazit

ein wichtiges Buch! Es spricht wichtige gesellschaftliche Probleme an über die geredet werden müssen. Angie Thomas ist eine wichtige Stimme für PoC, gerade bei Jugendbüchern, denn ich kenne zu wenig Bücher die über PoC schreiben. Dieses Buch ist einfach nur gelungen und reißt einen mit. Und einfach dadurch dass sie über Raps schreibt hat sie mich schon gefesselt, denn auch darüber habe ich bisher noch nichts bewusst gelesen. Ich kann das nur allen Fan von Jugendbüchern empfehlen, gerade weil es politisch gerade so aktuell ist.

Meine Bewertung

Das Buch

Autor: Angie Thomas

ISBN: 978-3-570-16548-5

Verlag: cbj

Original Titel: On the Come Up

Preis (Hardcover): 18,00€

Erstveröffentlichung: 04.03.2019

Seiten im Hardcover : 512

3 Gedanken zu „Rezension zu “On the Come Up” von Angie Thomas

  1. Huhu 🙂

    danke für den Tipp. Das Buch hatte ich schon auf dem Schirm, aber war mir der Thematik noch garnicht so bewusst. Du hast es mir schmackhaft gemacht.
    Toller Beitrag.

    Liebste Grüße, Stella

  2. Hey 🙂
    Eine tolle Rezension! Ich habe das Buch auch gelesen und ich war absolut begeistert. Nur leider bekommt das Buch in Deutschland gefühlt weniger Aufmerksamkeit als Angie Thomas’ Debüt. Zumindest habe ich das so im Gefühl, weil ich es kaum irgendwo sehe, weswegen es mich gleich umso mehr freut, dass ich bei dir diese Rezension gefunden habe 😀

    Liebe Grüße
    Isabell

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere