Rezension zu “My Dead Sister’s Love Story” von Lea Melcher

**Manchmal musst du alles verlieren, um zu erfahren, was es dir bedeutet…** 
Antonias große Schwester Zoe war immer die Coole, die von allen bewundert wurde. Sie war es, die sich über Regeln hinwegsetzte und für ihre Überzeugungen eintrat. Doch nun ist sie tot, gestorben bei einem Autounfall. Für Antonia bricht eine Welt zusammen. Alles, was ihr bleibt, ist ein Tagebuch, von dessen Existenz sie bisher nichts ahnte, und das Bewusstsein, dass sie ihre Schwester nie wirklich gekannt hat. Wie kann es sein, dass der Wagen ungebremst gegen einen Brückenpfeiler krachte? Und was verband Zoe mit Max, dem angesagten Musiker, der mit ihr im Auto verunglückte? Zusammen mit Theo, Max’ geheimnisvollem jüngeren Bruder, macht sich Antonia auf die Spur einer verborgenen Liebesgeschichte – und dabei erfahren beide mehr über sich, als sie jemals für möglich gehalten hätten…
Romantisch, ergreifend und bittersüß!

Text vom Carlsen Verlag

Dieses Buch wurde mir vom Carlsen Verlag über NetGalley als e-book zur Verfügung gestellt.

Antonias Schwester stirbt. Sie und Max, ein Freund, sind in einem Autounfall verunglückt. Und jetzt ist alles anders für Antonia. Sie muss mit dieser Situation zurecht kommen und stellt dabei fest, dass sie ihre Schwester nie richtig kannte, das will sie jetzt nachholen, wer Zoe war und wie Max darein passt und was wirklich bei diesem Unglück passiert ist. Antonia liest gemeinsam mit Maxs kleinem Bruder Zoes Tagebuch um Antworten zu bekommen. Doch nebenbei muss sie auch noch herausfinden, wer sie jetzt ist, wer ist Antonia ohne Zoe?

Vom Titel und vom Cover her habe ich eine sehr kitschige Liebesgeschichte erwartet, doch ich bin sehr positiv überrascht worden. In diesem Buch geht es wirklich darum, dass Antonia Zoe kennenlernen will und dabei herausfinden muss wer sie ist. Doch genau ist das Problem für Antonia, sie rutscht immer mehr in das Verlangen genauso zu sein wie Zoe und dass hat für mich das Buch noch einmal interessanter gemacht. Es geht um Identität und den Wandel der eigenen Identität rund um einschneidende Ereignisse.

Auch vom Schreibstil war ich sehr überrascht, es war flüssig zu lesen und hat einen richtig in die Geschichte eingezogen. Ich konnte meine Umgebung super Ausblenden in der Bahn und dass ist nicht immer einfach. Auch der Umgang mit einem eher heiklen Thema hat sie super gelöst. Man wird nicht deprimiert von dem Buch, aber hat dennoch das Gefühl, dass dem Thema genug Respekt entgegen gebracht wird ohne es in den Vordergrund zu stellen.

Leider haben die Charaktere es nicht geschafft mich zu überzeugen. Bis zum Schluss habe ich Antonias Namen vergessen und mir manchmal gewünscht etwas mehr in die Köpfe der anderen schauen zu können, denn da blieb meiner Meinung nach noch ein bisschen was ungeklärt.

Fazit

Insgesamt bin ich sehr positiv von diesem Buch überrascht und hoffe, dass dieses Buch auch irgendwann mal gedruckt erscheint. Ich kann mir für dieses Buch keine bessere Handlung wünschen. Es zeigt den Schmerz und die Verwirrung, die Sehnsucht nach den Verstorben und nach der Zukunft. Ich bewundere die Autorin für dieses Werk. Aber ich da ich nicht ganz mit den Charakteren mitfühlen konnte, fehlt mir einfach etwas in diesem Buch.

Meine Bewertung

Das Buch

Autor: Lea Melcher

ISBN: 978-3-646-60473-3

Verlag: Carlsen

Preis (e-book): 3,99€

Erstveröffentlichung: 03.01.2019

Seiten im E-book: 342

2 Gedanken zu „Rezension zu “My Dead Sister’s Love Story” von Lea Melcher

  1. Hallo Rika!

    Dass Antonia immer mehr wie Zoe wird, klingt für mich sehr seltsam. Klar ist der Tod ein einschneidendes Erlebnis, dass Antonia in einer Phase trifft, in der ihre Persönlichkeit noch nicht gefestigt ist. Aber gut, jeder geht mit Trauer anders um.

    Wenn ich mir nicht mal die Namen der Charaktere merken kann, was mitunter vorkommt, ist meist auch der Rest des Buches leider wieder schnell vergessen.

    Beste Grüße
    Sabrina
    #litnetzwerk

    1. Hallo Sabrina,
      Leider ist es wahr, dass man Bücher schnell vergisst, wenn man schon beim Lesen wichtiges wie Namen vergisst.
      Ich fand es irgendwie schön das die Trauer so anders dargestellt wurde, aber ich muss das jetzt nicht öfter lesen.
      Liebe Grüße
      Rika

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