Rezension zu “Dear Life – Lass mich wieder lieben” von Meghan Quinn

Liebe ist nichts für Feiglinge!

Als Neujahrsvorsatz beginnen Hollyn, Carter, Daisy und Jace mit dem “Dear Life”-Programm, das seinen Teilnehmern helfen will, ihre Leben nach einem Schicksalsschlag wieder in die Hand zu nehmen. Mit der Zeit erkennen die vier Fremden, dass sie mehr gemeinsam haben, als sie anfänglich dachten, und es entwickeln sich nicht nur echte Freundschaften, sondern auch weitaus stärkere Gefühle. Aber Liebe braucht Mut und Vertrauen und beides müssen die vier erst mühsam wieder lernen.

Bild und Text vom Lyx Verlag

Ich habe dieses Buch als e-book von Lyx über NetGalley zur Verfügung gestellt bekommen.

Wenn du dieses Buch siehst, was erwartest du da? Wenn du den Klappentext liest, dir den Verlag anschaust und dich dann an die Bücher erinnerst, die du schon aus dem Verlag gelesen hast. In solchen Momenten erinnere ich mich meist nur an die richtig guten Bücher, das Cover ist ein bisschen Kitschig, aber der Klappentext hat mich da schon wieder hoffen lassen. Hoffen auf eine inspirierende Geschichte, in der die Hauptcharaktere die Hindernisse überwinden, die ihnen in den Weg gelegt wurden und am Ende gestärkt ins weitere Leben ziehen. Ich kann schon mal so viel verraten inspirierend fand ich das ganze nicht.

Also wo fange ich den an bei diesem Buch, denn mich hat so einiges gestört, aber zwischen durch hat mir auch mal was gefallen.

Beginnen wir bei den Charakteren. Hollyn, sie nach nur einem Jahr ehe Witwe geworden, Carter, er wird gezwungen bei diesem Programm teilzunehmen, eigentlich ist er zu cool für so was, Daisy, ein naives Mädchen, das noch nie irgendwas mit der Außenwelt zu tun hatte, da ihre Oma sie während ihrer Kindheit davon total isoliert hat, und Jace, der gerade seine Tochter zur Adoption freigegeben hat, weil er ihr nicht das zuhause bieten konnte, das sie verdient hat.

Da wir hier zwei Frauen und zwei Männer haben ist doch klar was jeder Durchschnitts Autor hier macht. Genau Pärchen bilden und zwar nicht wie es den Figuren vielleicht gut getan hätte, nein so das irgendwann merkwürdige und meiner Meinung nach völlig übereilte und unnötige Sexszenen zustande kommen, ohne dabei Lgbtq+ Charaktere zu haben.

Dann sollte man meinen, die Handlung wird durch die weiter Entwicklung der einzelnen Charaktere vorangetrieben. Nur nicht bei diesem Buch, es passiert irgendwie ständig was, aber die Hauptpersonen entwickeln sich nicht weiter, sie wachsen nicht an ihren Aufgaben. Bis sie es kurz vor Schluss dann doch tun, weil das Programm muss ja erfolgreich abgeschlossen werden. Übrigens noch so ein Schwachpunkt der Handlung. Dieses Programm wirkt schlecht durchdacht und nur als Notlösung wie sich die Charaktere kennenlernen bzw. in Kontakt bleiben. Man bekommt von dem eigentlichen Programm nicht mit, nur diese merkwürdigen Briefe, die jeder Teilnehmer am Ende einer Sitzung schreiben muss.

Es gab aber zwischen durch auch mal Szenen, da fand ich die Handlung einfach nur süß. Es gibt so ein paar Seiten, da hat man einfach nur Spaß.

Geschrieben hat Meghan Quinn ihr Buch ziemlich gut, sie kann gut mit Worten umgehen und beweist auch bei schwierigen Szenen Geschick.

Fazit

Insgesamt habe ich mich eher durch das Buch gequält und das fand ich ziemlich schade, da die Idee echt Potenzial hat und sie auch gut schreibt. Wenn sie jetzt auch noch so gut plotten wie schreiben könnte, dann hätte sie eine neue Leserin gewonnen. Leider ist das nun mal nicht so, sie verlässt sich zu sehr auf Klischees, die dann auch noch nur halb so gut ausgeführt werden wie bei anderen. Leider kann ich euch das Buch nur dann empfehlen, wenn ihr total auf Klischee steht und nie etwa anderes lesen wollt.

Meine Bewertung

Das Buch

Autor: Meghan Quinn

Übersetzung: Melike Karamustafa

Erscheinungsdatum Erstausgabe: 2018

Preis (e-book): 8,99 €

Verlag : Lyx

ISBN: 978-3-7363-0866-4

Seitenanzahl im e-book: 544

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