Rezension zu “Am Ende sterben wir sowieso” von Adam Silvera


Was wäre, wenn das Schicksal bei dir anklopft, um dich vor deinem bevorstehenden Tod zu warnen? Am 5. September, kurz nach Mitternacht, bekommen Mateo und Rufus einen solchen Anruf. Von der »Death Cast«, die die undankbare Aufgabe hat, ihnen die schlechten Neuigkeiten zu überbringen: Sie werden heute sterben. Noch kennen sich die beiden nicht, doch aus unterschiedlichen Gründen beschließen sie, an ihrem letzten Tag einen neuen Freund zu finden. Die gute Nachricht lautet, dass es dafür eine App gibt: Sie heißt »Last Friend« und durch sie werden sich Rufus und Mateo begegnen, um ein letztes großes Abenteuer zu erleben – und um gemeinsam ein ganzes Leben an einem einzigen Tag zu verbringen.

Text vom Arctis Verlag

Vielleicht habt ihr schon von diesem Buch gehört, besonders in den USA wird dieses Buch sehr gehypt. Dort ist es unter dem Titel “They both die in the end” erschienen. Da ich was Booktube angeht, besonders viel amerikanisches gucke, war ich dementsprechend aufgeregt, als ich erfahren habe, dass es dieses Buch nun auch endlich in Deutschland gibt. Es ist meines Wissens nach das erste Buch von Adam Silvera, dass ins Deutsche übersetzt wurde.

Meine Erwartungen war dementsprechend hoch. Ich habe Drama eine Liebesgeschichte und den Sinn des Lebens erwartet. Nun ja letzteres zu mindestens in Ansätzen.

Aber erst mal zu Inhalt. Der Titel verrät schon einiges, der Klappentext noch mehr. Dieses Buch spielt in einer Welt in der der Tod vorausgesagt werden kann. Wenn eine Person am nächsten Tag stirbt bekommt sie um Mitternacht einen Anruf mit der Nachricht, dass sie in den nächsten 24 Stunden sterben wird. Egal ob Unfall oder Mord. Mateo und Rufus haben beide am 5. September ihren Anruf bekommen. Sie kennen sich noch nicht, doch durch die App “letzte Freunde” verbringen sie ihren letzten Tag zusammen und versuchen herauszufinden, wie man den letzten Tag wirklich auskosten kann.

An sich erst mal ein schwieriges Thema. Tod und dann auch noch bei jungen Menschen. In diesem Alter will man sich nicht so viele Gedanken darum machen, es scheint noch so weit weg. Aber Adam Silvera hat dieses Thema gut umgesetzt. Er hat nicht den Fokus darauf gelegt welch ein Verlust das für die Angehörigen der sterbenden ist, sondern darauf wie die beiden ihren letzten Tag zu etwas besonderen machen und was ihnen beiden im leben wirklich wichtig ist. 

Leider habe ich das Drama, die Liebesgeschichte und ein bisschen Spannung vermisst. Ich fand das Buch interessant, aber einiges ist einfach untergegangen und nicht genug erwähnt worden. Wobei ich kann mir vorstellen, dass einiges Absichtlich zu kurz drin ist um zu Verdeutlichen, dass man immer mehr zeit braucht, auch wenn man weiß, dass man stirbt. Aber ich habe es zu Schluss nur noch gelesen, weil ich wissen wollte wie die beiden nun umkommen. 

Geschrieben ist das Buch okay, es ist nicht besonderes. Es lässt sich flüssig lesen, aber es nun kein Grund sich das Buch zu kaufen, nur weil es so gut geschrieben ist. Dieses Buch muss mit seinem Inhalt überzeugen.

Falls ihr es über Instagram noch nicht mitbekommen habt, ich trage jetzt Bücher als Hüte.

Zum Cover muss ich auch noch was loswerden. Auf den ersten blick hatte ich gefreut, dass es das Amerikanische Cover geblieben ist, doch es ist auf ein Hardcover ohne Schutzumschlag gedruckt und das finde ich einfach nicht schön. Auf einem Schutzumschlag oder einem Taschenbuch würde das ganze besser aussehen. Und auch den Buch rücken finde ich nicht schön gestaltet.

Fazit

Dieses Buch war ganz okay. Der Inhalt war okay, der Schreibstil war okay. Aber das reicht nun mal nicht. Vielleicht waren meine Erwartungen zu Hoch, aber vielleicht hat der Autor sein potenzial einfach noch nicht voll ausgeschöpft. Ich möchte in weiter Bücher von ihm lesen, doch leider muss ich bei diesem Buch sagen, dass es kein muss ist und gerade vor der Frankfurter Buchmesse gibt es andere Bücher die Vorrang haben, wie zum Beispiel Renegades von Marissa Meyer.

Meine Bewertung

Das Buch

Autor: Adam Silvera

Originalsprache: Englisch

Übersetzung: Katharina Diestelmeier

ISBN: 978-3-403880-019-4

Verlag: Arctis Verlag

Preis (Hardcover): 18,00€

Erstveröffentlichung:  21. 09. 2018

Seiten im Taschenbuch: 361 (Auch wenn auf der Website 336 steht, ich habe im buch nachgesehen!)

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