Hinter den Kulissen der Bücherhallen

Ich hatte am Freitag, den 18.05 die Möglichkeit in der Zentralbibliothek der Bücherhallen einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und freue mich sehr einiges davon mit euch zu teilen. Die Führung wurde speziell von Buchbloggern ausgerichtet, deshalb gehe ich davon aus, das ihr mehr Beiträge bei diesen Bloggern findet werdet.

Zunächst einmal ich war noch nie in den Bücherhallen in Hamburg zuvor, ehrlich gesagt war ich auch noch nicht so oft in Hamburg, aber als ich von der Veranstaltung online gelesen hatte habe nach circa eine Woche überlegen mich angemeldet und es nicht bereut. Wahrscheinlich würde kein anderer für eine Führung die nur circa eine Stunde geht drei Stunden lang mit dem Zug nach Hamburg fahren, an einem Freitag vorm Pfingstwochenende, aber ich hatte nichts besseres zu tun und ein Semesterticket, somit eine quasi kostenlose Fahrt (quasi kostenlos, da ich keine Fahrkarte kaufen musste, aber das Semesterticket musste ich ja mal bezahlen aber das geht jetzt auch zu weit ins Detail).

Die Zentralbibliothek aus der Sicht vom Bahnhof.

Die Bücherhallen waren umwerfend! Als ich das Gebäude gesehen habe konnte ich zunächst nicht glauben, dass dieses Gebäude voller Bücher sein soll. Dieses Gebäude ist ein Schloss für Bücher und voller Menschen. Da sind eine Menge Menschen. Da gehen täglich mehr Menschen hin als in meinem Heimatdorf leben. Da werden täglich fast sechsmal mehr Bücher zurück gegeben als Menschen in meinem Dorf leben. Die Bibliothek der nächst größeren Stadt passt auf eine Etage der Zentralbibliothek! Falls ihr es noch nicht bemerkt habt ich bin fasziniert von der Größe dieser Bibliothek und habe vielleicht auch noch nicht ganz verdaut das es insgesamt 32 gibt.

Ein kleiner Teil der Sortiermaschine. Hier landen die Bücher auf entsprechenden Wagen zum einfachen Einsortieren.

Ein Highlight war definitiv die Sortiermaschine. Es ist einfach faszinierenden, die Bücher werden von den der Maschine gescannt und dann durch die Maschine auf den richtigen Stapel geschickt. Es ist einfach wunderbar dieser Maschine dabei zuzusehen und ich glaube wir waren uns da alle einigen, das dies das ist was jeder Buchsammler brauch um seine Bücher zu sortieren, leider habe ich nicht genug Bücher um mir so eine Maschine anzuschaffen und mir macht es auch zu viel Spaß meine Bücher selber ein zu sortieren. Doch wenn ich irgendwann mal in die Situation komme mehrere tausend Bücher pro Tag ein sortieren zu müssen, dann hoffe ich auch so eine Maschine zu haben.

Etwas das mich auch überrascht hat, das es in den nächsten Jahren mehr Angestellte in den Bibliotheken gebrauchten werden, da Bibliotheken mittlerweile nicht mehr nur orte sind um Bücher auszuleihen. Bibliotheken sind der Ort um sich zu treffen, zum Lernen oder um einen schönen Tag zu verbringen. Bibliotheken sind ein Punkt für gesellschaftliche Treffen geworden und nicht mehr nur ein Lagerort für Bücher.

All diese Medien müssen noch einzeln vorbereitet werden bevor sie in die Bibliothek können.

Was mich sehr interessiert hat war wie viel Arbeit hinter den Kulissen stattfindet, die Bücher müssen gekauft werden, einsortiert und jemand muss entscheiden in welches Genre ein Buch gehört. Die Bücher selbst werden nicht von Buchhändlern gekauft, da die Bücher speziell vorbereitet werden müssen um für die Bibliothek brauchbar zu sein und das wäre für die Bibliothek einfach zu viel zu tun, bei all den neuen Büchern, die sie jährlich bekommen. Deshalb werden die Bücher schon foliert und mir speziellen Codes versehen geliefert. In kleinen Bibliothek wird das noch alles mit der Hand gemacht, aber bei den Massen hier würde da kaum jemand hinterher kommen. Je nach Medium müssen verschieden Vorbereitungen getroffen werden. Auch werden die Bücher nicht einzeln ausgewählt, es wird nach Profil gekauft. Natürlich gibt es immer noch die ein oder anderen Bücher, CDs o.ä. die noch in der Bibliothek vorbereitet werden müssen, es muss ja schließlich auch ein paar Ausnahmen geben.

Die HoeB4U mit wunderschönen Regalen.

Wenn ich mal wieder in der Bibliothek bin, dann werde ich auf jeden Fall die Hoeb4U genauer ansehen. Dies ist ein Teil der Bibliothek speziell für 13 bis 23 Jährige und ist mit Mangas, Jugendbüchern und mehr bestens ausgestattet. Aber auch an einer Konsole kann man dort spielen und verschiedenste Gegenstände, wie ein Kamera, eine Gitarre oder eine Nähmaschine kann man dort ausleihen.

Was ich sehr beeindruckend fand waren die Musikinstrumente in der Bibliothek. Ich finde die Idee gut da so auch Menschen Musik nah gebracht werden kann, die Zuhause nicht die Möglichkeit haben ein Instrument zu besitzen. Natürlich werden die Instrumente mit Kopfhörern gespielt um die anderen nicht zu stören. Und passend zu all den Musikinstrumenten durfte auch eine riesige Sammlung an Noten nicht fehlen.

Zum Abschluss haben wir noch eine wunderbare Tasche mit einem Kalender und einigen Flyern bekommen. Das hat diese wunderbare Tour gut abgeschlossen und unseren Heimweg eingeläutet. Die Umsetzung der Tour war super und auch wenn wir alle gerne mehr Zeit dort verbracht hätten, kann ich für meinen Teil sagen bin ich glücklich nach Hause gefahren. Ein ganz großes Dankeschön an die netten Mitarbeiter, die uns durch die Bibliothek geführt haben und uns ihren Arbeitsplatz vorgestellt haben.

Ich werde auf jeden Fall mal wieder vorbeischauen.

Der Hauptbahnhof in Bremen auf der Rückfahrt.

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