Rezension zu “Dear Martin” von Nic Stone

stone_978-3-499-21833-0_klp.indd

Werbung
Justyce McAllister ist einer der Besten seiner Klasse, Captain des Debattierclubs und Anwärter auf einen Studienplatz in Yale – doch all das interessiert den Polizisten, der Justyce die Handschellen umlegt, nur wenig. Der Grund für seine Verhaftung: Justyce ist schwarz. Und er lebt in den USA im Jahr 2017.
Mit Briefen an sein großes Vorbild Martin Luther King Jr. versucht Justyce, dem alltäglichen Rassismus etwas entgegenzusetzen. Und dann ist da noch Sarah-Jane, seine kluge, schöne — und weiße – Debattierpartnerin. Als jedoch sein bester Freund Manny erschossen wird, scheint es, als ob selbst Martin Luther King Jr. keine Antwort mehr für Justyce bereithält.

(Text vom Rowohlt Verlag)

Ich hatte von diesem Buch schon viel gutes gehört, jedoch vor alle von Booktubern aus den USA. In Deutschland habe ich bisher nichts über dieses Buch gehört und war dementsprechend auch überrascht es in der Buchhandlung zu finden.

In diesem Buch begleiten wir Justyce während seines letzten Jahres an der High School. Er geht auf eine Privat Schule und erbringt hervorragende Ergebnisse, doch durch seine Hautfarbe unterscheidet er sich von seinen größtenteils weißen Mitschüler. Er versucht mit diesem Unterschied klar zu kommen in dem er Briefe an Martin Luther King jr. verfasst und sich fragt wie er in seiner Situation reagiert hätte. Doch nun muss er nicht mehr nur mit seinen Klassenkameraden klar kommen, nun hat er auch schon erste Begegnungen mit der Polizei und deren Vorurteilen gegen seine Hautfarbe gemacht.

Das Buch ist mit seinen 256 Seiten etwas kurz, doch trotzdem hat die Autorin es geschafft den Leser emotional schnell zu berühren in die Geschichte einzusaugen und nicht wieder her zu geben. Es ist wunderbar zu lesen und einfach so gut. Ich weine nicht viel bei Büchern eigentlich gar nicht deshalb ist es bei Büchern schon ein Erfolg, wenn ich auch nur das Gefühl habe mir würden die Tränen kommen. Bei diesem Buch hatte ich nicht nur das Gefühl, ich habe geweint. Ich habe geweint als ich das buch gelesen habe und ich habe geweint als das Buch zu Ende war. Ich konnte für den Rest des Tages nichts sinnvolles mehr machen. Es war so gut, ich meine es war fantastisch. Ich habe in letzter Zeit echt gute Bücher gelesen, davor und danach, aber es war mit Abstand das beste.

Nic Stone hat dafür gesorgt, das ich mit den Charakteren mitfühlen konnte und ihre Situation verstehen konnte, ohne das ich jemals in deren Situation war und außerdem ein Pluspunkt war, dass ich mich nicht schuldig gefühlt habe. Das war mein Problem bei “THUG”, ich habe mich danach so schuldig gefühlt und ich weiß nicht ob diese Schuld gerechtfertigt war. Bei “Dear Martin” hatte ich jedoch das Gefühl nicht schuld an seiner Situation zu sein und irgendwie konnte ich mich dadurch besser auf das Buch einlassen.

Die Handlung hat gerade durch die Briefe ermöglicht viel über Justyce, sein Leben und sein Gedanken kenne zu lernen. Mir hat der Aufbau sehr gefallen und auch die Charaktere haben der Handlung gut getan. Gerade Sarah-Jane hat mir sehr gefallen, sie ist seine Klassenkameradin und Debattierpartnerin, sie ist weiß und versuch alles richtig zu machen im Umgang mit fehlender Gleichbehandlung egal ob aus Rassistischen oder Sexistischen Gründen. Sie ist mir gerade deshalb so sympathisch, weil ich durch sie die Möglichkeit bekommen habe einige meiner Gedanken in die Geschichte einwirken lassen kann. Okay das klingt merkwürdig, aber Sarah-Jane bringt meistens das zum Ausdruck was ich gerade in dem Moment auch hätte einwerfen wollen. Durch sie fühle ich mich in dem Buch präsent obwohl es in einer Welt spielt, mit der ich kaum etwas zu tun habe.

Fazit

Dieses Buch hat mich berührt und ich wollte es nicht zu klappen als ich die letzte Seite gelesen hatte. Es steckt so viel wichtiger Inhalt in den wenigen Seiten, das ich es euch nur ans Herzen legen kann dieses Buch zu lesen. Auf dem Cover steht von John Green “Kraftvoll, herzzerreißend und absolut lesenswert” und ich denke da kann ich nichts hinzufügen.

Meine Bewertung

Logo 2

Das Buch

Autor: Nic Stone

Originalsprache: Englisch

Übersetzung: Karsten Singelmann

ISBN: 978-3-499-21833-0

Verlag: Rowohlt Rotfuchs

Preis (Hardcover): 17,99€

Erstveröffentlichung: 24.04.2018

Seiten im Hardcover: 256

Ein Gedanke zu „Rezension zu “Dear Martin” von Nic Stone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere