Rezension zum Buch “Beim Leben meiner Schwester” von Jodi Picoult

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Ohne ihre Schwester Anna kann Kate Fitzgerald nicht leben: Sie hat Leukämie. Doch eines Tages weigert sich die 13-jährige Anna, weiterhin Knochenmark für ihre todkranke Schwester zu spenden … Jodi Picoults so brisanter wie aufrüttelnder Roman über den Wert des Menschen wird niemanden kaltlassen.

(Klappentext vom Piper Verlag)

 

 

Dieses Buch habt ihr vielleicht schon in meinem Haul zum neuen Jahr gesehen, dort bin ich schon darauf eingegangen, dass ich dieses Buch lesen wollte, da ich den Film schon gesehen habe und diesen sehr berührend fand. Einige von euch stören sich vielleicht daran, dass ich erst den Film gesehen habe und dann erst das Buch, aber es gibt so viele Buchverfilmungen, bei den meisten bekomme ich es erst hinterher mit, dass es überhaupt ein Buch gibt.

Ich habe das Buch verschlungen, es ist wunderbar geschrieben und teilt eine meiner Meinung nach authentische Geschichte mit. Es war emotional und hat einen die Charaktere und deren Probleme näher gebracht. Der Leser aber auch hin und her gerissen, da es schwierig ist in diesem Konflikt eine Seite zu beziehen, den jedes mal vernachlässigt man eines der beiden Mädchen.

Es ist schwierig in diesem Buch Position zu beziehen, ich habe mir selbst ständig die Frage gestellt, auf wessen Seite ich stehe. Bin ich dafür, dass Anna ihr eigenes Leben führen kann und nicht dazu gezwungen wird zu Spenden oder würde ich auch mit allen mitteln dafür kämpfen, dass Kate überlebt? Ehrlich gesagt kann ich mir diese Frage immer noch nicht beantworten und gehe davon aus sie niemals beantworten zu können.

Was mir ganz stark aufgefallen ist in dem Buch, ist das obwohl dieses Buch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde, war Kate nur einmal dran aus ihrer Perspektive zu berichten, da stellt sich die Frage warum, weil die Autorin sich nicht in der Lage sieht aus ihrer Sicht authentisch zu schreiben, weil sie sich nicht vorstellen kann was Kate gerade durchmacht? Ich vermute es liegt daran, weil es in dem Buch nie wirklich um Kate ging. Starkes Statement, oder? Ein Buch über ein krankes Kind und es geht nicht um das kranke Kind? Also in gewissen Grad geht es schon um sie, es geht einfach nur nie darum was sie genau möchte. Es geht darum das ihre Eltern sie Retten möchten und das Anna über ihren eigenen Körper bestimmen möchte, aber zum größten Teil geht es nicht um Kate, sondern darum wie ihr Leben das Leben ihrer Familie beeinflusst.

Anna“, murmele ich.

Meine Mutter blickt verdutzt. “Was?”

“Gefäß mit vier Buchstaben”, sage ich und verlasse Kates Zimmer.

(Beim Leben meiner Schwester, Jodi Picoult, Seite 294)

Fazit

Das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht, es hat mich emotional berührt und wird mich für eine ganze Weile nicht loslassen. Dieses Buch hat alles was ein sehr gutes Buch braucht und ich freue mich es gelesen zu haben. Ich kann es nur weiter empfehlen.

Meine Bewertung

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Das Buch

Autor: Jodi Picoult

Originalsprache: Englisch

Übersetzung: Kai Timmermann und Ulrike Wasel

ISBN: 978 3 492 24796 2

Verlag: Piper Verlag

Preis (Taschenbuch): 12,00€

Erstveröffentlichung: 1.09.2006

Seiten im Taschenbuch: 480

 

 

 

 

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