Rezension – M.A. Griffin – Lifers – Es gibt kein Entkommen

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Ein Mädchen verschwindet spurlos. Und nur Preston ahnt, wo seine beste Freundin Alice sein könnte. Verzweifelt sucht er nach einem Lebenszeichen und gerät dabei in die Fänge eines grausamen Instituts. Plötzlich steckt auch er in einem furchtbaren Gefängnis. Dutzende Jugendliche kämpfen hier ums Überleben. Umgeben von Chaos, Hunger und Verzweiflung versucht Preston, Alice und die anderen zu retten. Doch er weiß, ihnen bleibt nur wenig Zeit. Sonst ist der Ausgang für immer verschlossen …
Nervenzerfetzende Prison-Break-Spannung!

(Text vom Carlsen Verlag)

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Der Carlsen Verlag hat mir dieses Buch zur Verfügung gestellt, ich freue mich sehr über mein erstes Rezensionsexemplar und bin sehr dankbar für die Möglichkeit für neue Blogger, dass diese sich ein Buch aussuchen dürfen obwohl sie keine große Reichweite haben und auch noch nicht lange dabei sind. Ich möchte aber gleich von Anfang an festhalten, dass dieses Buch mir zwar zur Verfügung gestellt wurde, dieses aber nicht meine Meinung über das Buch ändert.

 

Aber nun zur Rezension. Also beginnen wir mit meinen Erwartungen, also was genau habe ich erwartet? Vom Klappentext her habe ich ein Gefängnisausbruch mit einem Haufen Jugendlicher erwartet, sehr viel Spannung (schließlich stand hinten auf dem Buch “Nervenzerfetzende Prison-Break-Spannung!”) , eine Liebesgeschichte zwischen Preston und Alice und natürlich ein Happy-End. Die Frage ist nun habe ich das gesamte Buch vorher gesehen und brauche es nun nicht mehr zu lesen? Da die Antwort auf diese Frage nur gefunden werden kann, wenn ich dieses Buch lese, hat sich das gleich geklärt und habe das Buch gelesen.

Nun ja beginnen wir mit der Handlung. Wir verfolgen Preston und tauchen Stück für Stück in seine momentane Situation ein, im ersten Kapitel bricht er im M.I.S.T. ein. Dieses Kapitel verspricht direkt eine spannende Handlung mit viel Aktion, doch ich muss euch gleich enttäuschen, spannender wird es nicht. Als es ist jetzt nicht so, dass der Höhepunkt der Handlung erreicht ist, ich habe nur keine andere Szene als so spannend empfunden wie das erste Kapitel.

Irgendwann ist Preston nicht mehr allein unterwegs und wird von seinem besten Freund begleitet. Sein bester Freund ist Mace, der wohl so etwas wie einen Nerd darstellen soll, wird ein paar Kapitel weiter auch in die Geschichte eingefügt. Mit Mace bin ich nicht so richtig warm geworden, sein Charakter ist mir zu flach, zu praktisch ((kleiner Spoiler!!!) er nimmt immer Sprachmemos und so auf, die am Ende als Beweis benutzt werden)  und ab diesem Abschnitt:  ” “Wenn wir da nicht mehr rauskommen, sind wir 404.” Preston schüttelte den Kopf – 404 war der Nerd – Ausdruck für verloren oder erledigt. Sobald Mace nicht mehr am Computer saß oder wenigstens eine Internetverbindung hatte, wurde er nervös.” ( Seite 50 – Lifers, Zeile 4ff). Hat irgendjemand diesen Ausdruck schon mal gehört, im echten Leben einfach so in einem Satz? Ich habe ihn nämlich noch nicht gehört und ich bin von Informatikstudenten umgeben in meinem Freundeskreis. Es wirkt für mich einfach so als würde er es zu sehr versuchen jung zu klingen. Bei Preston gelingt ihm das viel besser, also es bei Mace so künstlich klingen lassen?

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Auch wird Preston gleich zu Anfang von der Regierung betäubt, nachdem er in ein geheimes Gebäude mitten in Manchester eingebrochen ist. Frage Nummer eins, warum gibt es mitten in Manchester ein geheimes Gebäude der Regierung, das so schlecht bewacht ist, dass Kinder dort wiederholt einbrechen können? Spätestens nachdem ersten Einbruch sollte doch etwas an den Sicherheitsvorkehrungen gemacht werden. Die zweite Frage ist dann muss die Regierung ihn wirklich betäuben? Ist das nicht ein bisschen zu viel Verschwörungstheorie?

 

Die Haupthandlung spielt darum, dass Preston zusammen mit Mace versucht aus einem Gefängnis für Jugendliche auszubrechen, in das man nur mit eine Art Portal kommt. Die Kinder und Jugendliche werden in diesem Gefängnis verhungern, wenn Preston und Mace dieses nicht schaffen. Warum die Kinder? Wäre es nicht viel logischer Erwachsene wegzusperren? Für die Handlung wäre das natürliche nicht passend gewesen, aber vorne hinein rein logischen Standpunkt aus. Wäre es nicht besser die Erwachsenen ohne Rehabilitierungschancen in so ein Gefängnis zu stecken? Natürlich unter der Bedingung, das die Menschenwürde erhalten bleibt und die Grundversorgung garantiert ist.

 

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Was ich aber nicht unerwähnt lassen kann, ist die Mühe die sich jemand mit diesem  Buch gemacht hat, denn es sieht von innen einfach fantastisch aus. Ich bin einfach begeistert von den Kapitelüberschriften und den Seitenzahlen. Das macht das Buch zumindestens für Instagram zu einem kleinem Schmuckstück und lenkt etwas von der Handlung ab.

 

 

Fazit:

Abgesehen von der Handlung fand ich den Schreibstil von M.A Griffin sehr angenehm zu lesen und finde es von diesem Aspekt her ein sehr gelungenes Buch. Sein Schreibstil wird aber leider in den Hintergrund gedrängt, da ich das ein oder andere Problem mit der Handlung und den Charakteren hatte. Ich werde dem Autor irgendwann einmal noch eine Chance geben und ein anderes Buch von ihm Lesen, da ich hoffe, dass er ein paar wirklich gute Bücher geschrieben hat / schreiben wird. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich dieses Buch hasse, es ist einfach nur so schlecht, das ich es wahrscheinlich nie wieder lesen werde. Wenn ihr dieses Buch nicht lest, habt ihr nicht viel verpasst.

Meine Bewertung:

2 Bücher Rosa

 

 

Das Buch

Autor: M.A. Griffin

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M.A. Griffin

Originalsprache: Englisch

Übersetzer: Ann Lecker

Erstveröffentlichung. 2017

Seitenanzahl im Hardcover: 320

Blog des Autors: martingriffinbooks.com

Seite beim Carlsen Verlag

Das Cover und Autoren Bild sind Eigentum des Verlags.

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