Rezension – Cecelia Ahern – Vermiss mein nicht

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Als Sandy Shortt zehn Jahre alt ist, verschwindet ein Mädchen aus ihrer Klasse. Seit dieser Zeit sucht sie leidenschaftlich nach allem, was vermisst wird: nach Socken, Schlüsseln und später auch nach Menschen. In ihrer Suchagentur macht sie Angehörigen Mut, denn sie gibt niemals auf.
Doch als Sandy den Auftrag bekommt, den Bruder von Jack Ruttle wiederzufinden, verirrt sie sich im Wald und verschwindet selbst – an einen geheimnisvollen Ort, den alle nur „Hier“ nennen. Dort begegnet sie Menschen, die sie schon lange gesucht hat, und auch jemandem, den sie fast vergessen hätte: sich selbst.
Währenddessen macht sich Jack auf die Suche nach Sandy …

(Klappentext vom Fischer Verlag)

“Vermiss mein nicht” wurde 2006 von Cecelia Ahern geschrieben, dieser Roman ist zu dieser Zeit in Deutschland im Krüger Verlag erschienen. Momentan ist das Buch im Fischer Verlag erhältlich. Das Buch handelt von Sandy Short und verlorenen Dingen. Sandy hat schon seit ihrer Kindheit den Drang alles wieder zu finden, deshalb ist es nur logisch, dass sie später eine Agentur für Personen suche leitet. Sie selbst jedoch nimmt sich gerne die Freiheit heraus jederzeit verschwinden zu können. Gerade als sie beginnt an einem neuen Fall zu arbeiten verschwindet sie, jedoch diesmal nicht freiwillig.

Ihr neuer Klient Jack Ruttle vermisst seinen Bruder und als Sandy verschwindet war er sich sofort sicher, dass sie auch verschwunden ist. Jack begibt sich auf die Suche nach ihr, obwohl ihm alle von Sandys wenigen Freunden und Verwandten davon abraten.

In dem Buch lernen wir Sandy und auch ein bisschen Jack kennen. Sandys Leben drehte sich immer darum etwas wieder zu finden, so wie auch das letzte Jahr in Jacks Leben sich um nichts anderes dreht. Während der Geschichte müssen die beiden lernen, dass es Dinge gibt, die nicht wiedergefunden werden können und einige Dinge zur Rechten zeit wieder auftauchen.

In diesem Roman wird aus drei Perspektiven erzählt, zunächst einmal Sandys Perspektive in der Gegenwart. Wir erleben wie sie sich auf den neuen Klienten vorbereiten und wie sie verschwindet. Dann gibt es die Perspektive von Jack, wie er sie sucht und wie sein Leben momentan verläuft, und dann gibt es zwischen durch immer wieder kleine Passagen aus Sandys Vergangenheit und ihrer unglaublichen Leidenschaft dafür Dinge zu suchen.

Als Sandy verschwindet findet sie sich in einem Ort wieder, der nur als “Hier” bezeichnet wird, ich selbst würde es als “Welt der Verlorenen” bezeichnen, da dort scheinbar alle Menschen, Dinge und auch Erinnerungen auftauchen, die in unserer Welt verloren gehen. In dieser Welt findet sie einige der Menschen wieder, die sie zum Teil schon seid Jahren sucht.

Jack nimmt nun die Rolle des Suchenden ein, die sonst Sandy immer inne hatte. Während seiner Suche erfahren wir wie sein kleiner Bruder Donald im vorherigen Jahr verschwunden ist und das Jack im Gegensatz zum Rest seiner Familie fest davon überzeugt ist, das er sobald er Sandy wieder findet auch Donald wieder sieht.

In den Rückblenden zu Sandys Kindheit bzw. ihrer Jugend wird schnell klar, dass ihre ständige Suche ein Zwang für sie ist, sie kann nicht aufhören zu suchen, seid dem ihre Nachbarin Jenny May verschwunden ist als sie 10 Jahre alt waren. Um diesen Drang in den Griff zu bekommen besucht Sandy einen Therapeuten, der sie bis zu ihrer Ausbildung betreut.

 

 

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Das Buch ist gut geschrieben und zeigt die Entwicklung zweier Personen, die lernen müssen etwas loszulassen. Bei beiden hat das Verschwinden einer Person das Leben verändert und nun müssen sie damit lernen klar zu kommen. Die Handlung ist gut durchdacht, auch wenn mir erst nachdem ich das Buch gelesen habe, was nun das eigentliche Thema des Buches ist. Ich habe es als sehr angenehm empfunden dieses Buch zu lesen, es war zwar nicht sehr spannend, aber es hat Spaß gemacht und hat einen neuen Blickwinkel auf verlorenes gerichtet.

Cecelia Ahern spielt in diesem Buch mit dem Gedanken, dass alles einen Platz hat auch wenn es verloren scheint. Sie betont wie wichtig Erinnerungen an einen geliebten Menschen erst einmal sind, wenn man ihn verloren hat. Sie zeigt, dass auch wenn wir in einer idealen Welt leben, in diesem Fall die “Welt der verlorenen”, da es dort weder Geld gibt noch Krieg, sind es doch Menschen, die wir um uns herum haben die mitunter wichtigsten Dinge, die wir haben.

Fazit

Insgesamt war die Handlung verständlich aufgeschrieben und hat durch einen einfach zu lesenden und angenehmen Schreibstil für viel Freude beim Lesen gesorgt. Ich hatte viel Freude, dieses Buch zu lesen, jedoch würde ich nicht sagen, dass jeder dieses Buch gelesen haben muss, da es meiner Meinung nach zwar gut aber nicht großartig ist. Für Fans dieses Genre kann ich es empfehlen und natürlich erst recht für alle Cecelia Ahern Fans, doch dieses Buch kommt nicht an Zeit deines Lebens von der gleichen Autorin heran.

Meine Bewertung

4 Bücher Rosa

Das Buch

Autorin: Cecelia Ahern

Übersetzerin: Christine Strüh

Originalsprache: Englisch

Erstveröffentlichung: 2006

Seiten im Taschenbuch: 448

ISBN: 978-3-596-16735-7

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